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Was ist eine Arthrose? Die Gelenke eines jeden Menschen weisen ab einem bestimmten Alter (häufig ab 45) Abnutzungserscheinungen auf. Dieses degenerative Gelenkleiden bezeichnet man als Arthrose. In einem arthrotischen Gelenk ist der hyaline Knorpel – die glatte, glitzernde, bläulich-weiße Substanz - der die Enden der Knochen bedeckt und schützt, befallen. Diesen Knorpel kann man sich wie einen Schwamm vorstellen zwischen den harten Enden der Knochen. Dieses schwammige Material saugt Flüssigkeit auf (Gelenkflüssigkeit), wenn sich das Gelenk in Ruhe befindet. Sobald aber Gelenkbewegung stattfindet, presst es sie wieder aus. Die Arthrose bewirkt, dass der Knorpel austrocknet und somit die Stoßdämpferfunktion verloren geht. Zusätzlich betrifft die Arthrose diverse andere Bezirke im Gelenk und seiner Umgebung:
• das Ende der Knochen, dem der Knorpel anhaftet • die Kapseln, die die Gelenke umgeben • die an das Gelenk anschließende Muskulatur
Das Hauptsymptom von Arthrosen sind Schmerzen, Gelenksteifigkeit, knackende Geräusche, Schwellung und Deformierung des Gelenks; die Entzündung wird im allgemeinen erst im späteren Verlauf der Krankheit zum Problem. Bis vor kurzem wurde das Leiden für unheilbar gehalten. Das ist der Grund, weshalb die Behandlung ausschließlich auf Schmerzlinderung zielte, ohne die tatsächlichen Ursachen zu bekämpfen und sich somit der Zustand der Gelenke nicht veränderte.
Die Klümperkur und ihre Wirkweise Die nach Prof. Dr. med. Klümper –einem namhaften Sportorthopäden in Freiburg- benannte Injektionskur wird vor allem bei Patienten mit aktivierten, d.h. mit chronisch, wiederkehrenden Reizergüssen einhergehenden Gonarthrosen eingesetzt. Bei diesen Patienten kommt es infolge der Gelenksentzündung zu einer Ergussbildung also zu einer Flüssigkeitsansammlung im Gelenk. In einer steigenden Konzentration werden einmal wöchentlich Neyarthros, Neychondrin und Traumeel S in einer Injektion verabreicht. Beide erstgenannte Medikamente sind eiweißhaltig, in seltenen Fällen kann dies zu Allergien führen, die ich allerdings noch nicht beobachtet habe. Trotzdem sollten die Patienten mindestens zehn Minuten nach der Injektion in der Praxis verweilen. Insgesamt werden 10 Spritzenkomplexe verabreicht; bei Bedarf wird zusätzlich bei der 1., 5. und 10. Spritze ein Cortisonpräparat zugegeben.
Allgemeine Hinweise zu Gefahren bei Injektionen: Bei ca. 1 : 250 000 Injektionen besteht die Möglichkeit eine Infektion ins Gelenk zu transportieren. Jedoch bei einer korrekten Vorbereitung ist dieses Risiko sehr gering. Die Desinfektion durch ein vom Hersteller vorgegebenes Pumpspray ist von entscheidender Bedeutung. Nach erfolgter Desinfektion darf die betroffene Region nicht mehr berührt werden. Das Sprechen während der Injektion/Punktion ist streng untersagt, da ansonsten Mundpartikel die entsprechende Region verunreinigen könnten. Bei Injektionen in Gelenke trage ich generell einen Mundschutz. Heute werden immer Einmalartikel verwendet. Die Spritzen müssen frisch und absolut steril aufgezogen werden, so dass eine Infektion durch Bakterien oder Viren ausgeschlossen werden kann. All diese Sicherheitsmaßnahmen werden in meiner Praxis verantwortungsvoll und routiniert durchgeführt.
Was sollte ein Arthrose-Patient auf jeden Fall noch beachten? • Verbesserung der Biomechanik (z.B. das Erlernen eines richtigen Gangbildes) • Tragen geeigneter Schuhe • Regelmäßige Gymnastikübungen zur Stärkung der Muskulatur • Einhalten einer gesunden, gelenkerhaltenden Ernährung • Erhalten des Normalgewichts • Behalten einer – auch wenn es noch so schwer ist - positiven Einstellung
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