Orthopädische Schwerpunktpraxis Dr. med. Michael Meffert Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, TCM-Akupunktur und psychosomatische Grundversorgung
Was ist eine Biofeedback-Therapie? Mittels Oberflächenelektroden, die auf die zu therapierende Muskulatur des Patienten aufgeklebt werden, kann der Patient zeitgleich über akustische Signale und dem Bildschirm die Tätigkeit seiner Muskulatur verfolgen. Somit hat er die Möglichkeit sich selbst bzw. die Tätigkeit seiner Muskulatur willentlich und bewusst zu ändern. Konkretes Beispiel: Ein Patient wird aufgefordert vollkommen entspannt zu sitzen im Schulter-/Nackenbereich. Ein schon seit Wochen muskulär „verspannter“ Patient kann mit dieser Anweisung nichts anfangen, denn seine ständig angespannte Muskulatur ist für ihn schon zum Normalzustand geworden. Er hat es verlernt seine Muskulatur anzusteuern. Dieser Patient versteht aber, wenn er auf den Bildschirm schaut, auf dem die Tätigkeit seiner Muskulatur aufgezeichnet wird, z.B. in Form von verschiedenfarbigen Linien für rechte und linke Seite und über ein akustisches Signal, dass seine Muskulatur der geforderten Entspannung nicht folgt.
Wie oft sollte eine Biofeedback-Therapie durchgeführt werden? Sicherlich ist die Beantwortung dieser Frage abhängig vom Beschwerdeausmaß und dem Ausmaß der Chronifizierung. Normalerweise besteht eine solche Behandlung aus 10 einzelnen Sitzungen von je einer ½ Stunde, die mindestens 2 mal pro Woche stattfinden sollten. Während jeder Sitzung wird der Patient von einer eigens ausgebildeten Therapeutin angeleitet. Bei der 10. Übungsbehandlung erfolgt ein Abschlusstest, der dann in einem intensiven Abschlussgespräch besprochen wird.
Welche Aufgabentypen gibt es bei der Biofeedback-Therapie? 1. Detonisierung verfolgt das Ziel der Minderung der Muskelanspannung. 2. Tonusansteuerung I will dem Patienten helfen ein vorgegebenes Anspannungsniveau zu erreichen und auch zu halten. 3. Tonusansteuerung II will dem Patienten helfen zwei vorgegebene Anspannungsniveaus hintereinander zu erreichen und zu halten. Der Patient entwickelt ein Gefühl für die Anspannung seiner Muskulatur, was wiederum zu einer verbesserten Koordinationsfähigkeit führt. 4. Progressive Muskelrelaxation arbeitet nach dem Grundsatz, dass im Anschluss an eine kräftig gehaltene Anspannung der Muskeltonus unter sein Ausgangsniveau sinkt – also relaxiert. 5. RechtsLinksKopie verfolgt das Ziel der Verbesserung der Feinkoordination. Eine Seite gibt eine Anspannung vor, die dann mehrmals von der zu behandelnden Seite „nachgefahren“ wird. Es handelt sich um ein Training fein dosierter Anspannungen.
Welches Ziel verfolgt die Biofeedback-Therapie? Der Patient soll wieder in die Lage versetzt werden willentlich Einfluss auf seine Muskulatur zu nehmen. Durch gezielte Übungen wird er nach erfolgter Therapie seine verspannten Muskelgruppen selbständig entkrampfen können. Vor allem wird er geschult während des Tages sensibel für „schlechte“ Bewegungsmuster, z.B. bei der Arbeit am PC zu werden. Andererseits lernt er seine geschwächte Muskulatur z.B. nach Operationen zu stärken.
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